Kambodscha - Laos
Diese beiden fantastischen Reiseziel im Zentrum Indochinas haben eines gemeinsam: Eine unverfälschte, jahrhunderte alte buddhistische Geschichte und Tradition.
Kambodscha grenzt im Norden an Laos und Thailand, im Osten an Vietnam und im Südwesten an den Golf von Thailand. Das Land besteht zu ca. 75% aus tropischem Regenwald; die fruchtbaren Ebenen werden von zahlreichen Flüssen durchzogen. Im Nordosten liegen mehrere Hochplateaus. Die Hauptstadt liegt am Zusammenfluss des Mekong und des Tonle. Der Tonle wird vom Tonle Sap gespeist, einem großen See in der Landesmitte. Der Südwestküste sind zahlreiche Inseln vorgelagert.
Laos hat keinen Zugang zum Meer und grenzt im Norden an China, im Osten an Vietnam, im Süden an Kambodscha und im Westen an Thailand und Myanmar. Abgesehen von der Flussebene am Mekong entlang der Grenze zu Thailand ist das Land bergig, insbesondere im Norden, und teilweise dicht bewaldet.
Die Zeitdifferenz in beiden Ländern zu Mitteleuropa beträgt im Winter +6 Std. und im Sommer +5 Std., Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Kambodscha:
Die Hauptstadt Phnom Penh, die immer noch einige schöne Sehenswürdigkeiten hat, hat sich inzwischen von ihrem Geisterdasein während der Pol-Pot-Herrschaft erholt. Der Königliche Palast und derWat-Phnom-Tempel, der der Stadt ihren Namen gab, sind beide einen Besuch wert, ebenso wie die Silberne Pagode, die einen smaragdfarbenen Buddha beherbergt. Das ehemalige Verhörzentrum Pol Pots ist heute das Tuol-Sleng-Museum der Massenvernichtung. Im Nationalmuseum gibt es interessante Sammlungen der Landeskunst. Das berühmte Nationalballett wurde von den überlebenden Tänzern neu gebildet und führt inzwischen wieder klassische Tänze wie die Ramayana-Sage für Besucher auf. Die buddhistischen Tempel wurden ebenfalls wieder eröffnet, und mehrere Feste, besonders das Khmer-Neujahr, werden hier begangen. Außerhalb von Phnom Penh befindet sich das Choeung-Ek-Lager, auch als »Killing Fields« bekannt. Hier steht ein Mahnmal, das aus den Schädeln von über 8000 Menschen errichtet worden ist, die hier vom Pol-Pot-Regime ermordet wurden.
Die berühmten Tempel von Angkor im Nordwesten stammen aus der Blütezeit der Khmer-Kultur (9. bis 12. Jh.). Der restaurierte Haupttempel Angkor Wat sowie die Ruinen der Stadt Angkor Thom mit den Tempeln Bayon und Baphuon können besichtigt werden. Einige Tempel, z. B. der Ta Prohm, sind von tropischem Regenwald überwachsen, was ihnen einen ganz besonderen Reiz verleiht. Man sollte aus Sicherheitsgründen die Besichtigung nur mit einem Führer unternehmen und niemals die gekennzeichneten Wege verlassen. Oudung liegt 30 km von Phnom Penh entfernt auf einem Hügel. Von hier hat man einen guten Blick auf die weiten Ebenen mit den Grabstätten der Khmer Könige.
Tonle Bati, südlich von Phnom Penh, hat Tempelruinen aus dem späten 12. Jahrhundert. Sihanoukville ist ein beliebter Strandurlaubsort und kann von Phnom Penh aus mit dem Bus oder dem Flugzeug erreicht werden.
Einreisedokumente:
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen gültigen Reisepaß, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und erhalten bei der Einreise ein Visum.
Visa für touristische Aufenthalte und für Geschäftsreisen werden Staatsangehörigen aller Nationalitäten bei der Einreise an den Internationalen Flughäfen Pochentong (Phnom Penh) und Siem Reap ausgestellt. An den Grenzübergängen Poipet/Aranyaprathet, Hatlek/Cham Yeam sowie Koh Kong (Thailand) und Bavet/Moc Bai sowie Kaom Samnor (Vietnam) sind Visa ebenfalls bei der Einreise erhältlich. Das Touristenvisum kostet bei der Einreise 20 USD und berechtigt zu einem Aufenthalt von max. 1 Monat. Das Geschäftsvisum kostet bei der Einreise 25 USD und berechtigt zu einem Aufenthalt von max. 1 Monat. Es empfiehlt sich jedoch, ein Visum vor Reisebeginn bei einer kambodschanischen Auslandsvertretung zu beantragen.
Bürger anderer Nationalitäten erkundigen sich bitte bei den jeweiligen Vertretungen.
Laos:
Vientiane, eine der ruhigsten und beschaulichsten Städte Asiens, liegt inmitten üppiger Landschaft am Ufer des Mekong. Viele Gebäude erinnern an die einstige Verbindung zu Europa, wie z.B. die alten französischen Kolonialbauten und das Monument des Morts, das entfernte Ähnlichkeit mit dem Arc de Triomphe in Paris hat. Das Wahrzeichen des Landes ist der aus dem 16. Jahrhundert stammende That Luang (königlicher Stupa), welcher die Vereinigung von Buddhismus und Laoismus darstellt. Andere interessante Sehenswürdigkeiten sind das Lao Revolutionary Museum, Wat Ho Prakeo, ein früherer königlicher Tempel, Wat Sisaket, einer der ältesten Tempel der Stadt, und der 24km südlich der Stadt gelegene Wat Xieng Khouang (Buddha Park), in dem man faszinierende buddhistische und hinduistische Statuen bewundern kann.
Die Provinz Xiang Khouang im Nordosten des Landes zeichnet sich durch üppige grüne Landschaften, Berge und Kalksteinformationen aus. Die in 1200m Höhe gelegene Hauptstadt Phonesavanh besitzt ein angenehmes Klima. Hier kann man die Ebene der Tonkrügebesichtigen. Hunderte bis zu 1000 kg schwere und bis zu 2,50m hohe Steinkrüge, deren Herkunft bis heute unklar ist, liegen auf einer weiten Fläche verstreut. Man nimmt an, diese über 2000 Jahre alten Krüge wurden als Sarkophage oder zur Fermentierung von Reiswein benutzt. 52km nördlich von Phonsavan kann man in den heißen Quellen Bo Noiund Bo Yai baden.
Die zwischen dem Mekong und dem Khan gelegene alte Königsstadt Luang Prabang ist seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe und bildet mit 32 großen Tempelanlagen das kulturelle und religiöse Zentrum des Landes. Einer der eindrucksvollsten Tempel ist der mit farbigem Glas und Gold verzierte Wat Xieng Thong. Vom nahe gelegenen Stadtzentrum aus kann man den Mount Phousi besteigen, von dem man einen Panoramablick auf die Stadt und die Flüsse hat. Weitere Attraktionen sind das Nationalmuseum, der ehemalige königliche Palast, den man an seinem mit einem goldenen Turm geschmückten "Stupa" (buddhistische Statue/Monument) erkennt. Hier kann man eine eindrucksvolle Sammlung von Kunstgegenständen alter Herrscher des Königreichs von Lane Xangh bewundern.
Die Provinz Khammouane ist von Vientiane aus mit dem Bus erreichbar. Hier versucht man momentan, den Öko-Tourismus voranzutreiben, und faszinierende Kalksteinformationen, Höhlen, Flüsse und Urwald bilden eine unvergleichliche landschaftliche Kulisse. Die Hauptstadt Tha Kek ist ein idealer Ausgangspunkt für andere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Tham Xien Lap Höhlenund denThat Skihotabang, einen eindrucksvollen Stupa, der um das 10. Jh. von König Nanthasen erbaut wurde.
Die Provinz Savannakhet ist von Khammouane leicht mit dem Bus zu erreichen. Sie grenzt an Thailand und Vietnam an und ist somit ein sehr guter Handelsknotenpunkt für beide Länder. Die Architektur ist vorwiegend französischer Kolonialstil, den man z.B. an einer großen katholischen Kirche bewundern kann. Außerdem gibt es eine Reihe interessanter buddhistischer Tempel wie z.B. den Wat Sainyaphum. Wandertouren auf dem Ho Chi Minh Pfad sind möglich. Dieser Pfad wurde während des Vietnamkriegs von der nordvietnamesischen Armee als heimliche Route für den Transport von Waffen nach Südvietnam benutzt. Er wurde von den USA durch Bomben zerstört, und Teile der zerbombten Gebiete können heute noch besichtigt werden. Eine Tour ist allerdings nur mit Führer möglich, da sich immer noch unentschärfte Bomben auf der Strecke befinden.-Pakse, die Hauptstadt der Provinz Champassak, kann von Vientiane angeflogen werden. Hier befindet sich der berühmte, aber dennoch relativ wenig besuchte Wat Phu Tempel, von dem man aus eine traumhafte Sicht auf das Mekongtal hat. Der Tempel wurde um das 5. Jahrhundert herum von den Khmer Hindus auf einem Berg in der Nähe einer Süßwasserquelle errichtet und ist am besten mit einem Boot vom Mekong aus erreichbar. Weitere Ausflugsziele sind das Bolaven Plateau, wo man Elefantensafaris und Trekkingtouren machen kann, und Sii Pan Dan (Viertausend Inseln), wo sich in der Regenzeit auf dem Mekong Inseln bilden. Außerdem kann man spektakuläre Wasserfälle besuchen und nach dem vom Aussterben bedrohten Irriwady Delfin Ausschau halten.
Einreisedokumente:
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen einen gültigen Reisepaß, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist und erhalten bei der Einreise ein Visum (Bürger der Schweiz und Luxemburg für touristische Aufenthalte von bis zu 14 Tagen sind visumfrei):
Visa für einen touristischen oder geschäftlichen Aufenthalt von maximal 30 Tagen (vor Ort gegen Gebühr verlängerbar) können bei der Einreise an den internationalen Flughäfen Vientiane, Luang Prabang und Paksé sowie am Grenzübergang nach Nong Khai (Freundschaftsbrücke) gegen Vorlage des gültigen Reisepasses, 2 Lichtbildern, einer Gebühr von 30 USD sowie eines Nachweises über Rück-/Weiterreise und Unterkunft (durch Reiseveranstalter oder Gastgeber) eingeholt werden. Die Erteilung von Visa liegt jedoch im Ermessen der laotischen Behörden.
Vertretungen für den deutschsprachigen Raum
Vertretungen Kambodscha:
Deutschland:
Botschaft des Königreichs Kombodscha
Benjamin Vogelsdorf Straße 2
D - 13187 BerlinTel.: (+49) (030) 48 63 79 01
Internet: www.kambodscha-botschaft.de
Mo. - Do. 08.30-12.00 und 13.30-16.30 Uhr
Fr. 08.30-13.00 Uhr
Belgien und Österreich:
Botschaft des Königreichs Kombodscha
264A, Avenue de Tervuren
B - 1150 Brüssel
Tel: (+32) (02) 772 03 72.
Mo. - Fr. 09.00-13.00 und 14.00-17.00 Uhr.
(auch für Österreich zuständig)
Schweiz:
Botschaft des Königreichs Kombodscha
Chemin Taverney 3, P.O. Box 213
CH-1218 Le Grand-Saconnex
Tel: (+41) (022) 788 77 73
Vertretungen Laos:
Deutschland und Österreich:
Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Laos
Bismarckallee 2a
D-14193 Berlin
Tel: (+49) (030) 89 06 06 47
Mo. - Fr. 09.00-12.00 Uhr
Konsularabteilung: 09.00-12.00 Uhr
(auch für Österreich zuständig)
Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Laos
Route de Colovrex 14bis
CH-1218 Le Grand-Saconnex
Tel: (+42) (022) 798 24 41/42
Konsulat in Schwyz







